Römischer Schauraum

Zeiselmauer verfügt über einen beachtenswerten Bestand an römischen Fundstücken. Die kleine Ausstellung zeigt davon eine Auswahl, ergänzt durch Leihgaben des Kunsthistorischen Museums Wien, des Landes Niederösterreich – Archäologischer Park Carnuntum und des Bundesdenkmalamtes. Alle Objekte stammen aus Zeiselmauer und umspannen den Zeitraum vom 1. bis zum 4. Jahrhundert.

Neben bedeutenden Kleinfunden verdienen die beiden wichtigsten Schriftdenkmäler des römischen Zeiselmauer Beachtung:

Weihestein

Von der hier stationierten berittenen II. Thrakischen Kohorte (Cohors II Thracum) 164 n. Chr. zu Ehren des Kaisers Lucius Verus gestiftet. Diese Truppe wurde Anfang des 2. Jahrhunderts aus Britannien hierher verlegt und kehrte im späten 3. Jahrhundert wieder dorthin zurück. Der Weihestein ist die einzige Erwähnung ihrer Anwesenheit in Noricum.

Grabstele des Veteranen Aelius Aemilius, die ihm seine Gattin mit dem wahrscheinlich keltischen Namen Amuca im 2. Jahrhundert errichten ließ. Die beiden sind typische Vertreter der provinzialrömischen Bevölkerung dieser Zeit: Er Römer, sie eine einheimische Keltin in typischer Tracht.

Eine Kopie der Grabstele ist neben dem Burgus aufgestellt.

Der Verein „Freunde von Zeiselmauer“ hat in dem von der Gemeinde Zeiselmauer-Wolfpassing zur Verfügung gestellten Raum 2015 diese Ausstellung gestaltet und aus Beiträgen und Spenden seiner Mitglieder finanziert.

Römischer Schauraum im Gemeindeamt Zeiselmauer-Wolfpassing, Bahnstraße 6. Die Ausstellung ist während der Geschäftsstunden der angrenzenden Bäckerei geöffnet und frei zugänglich.

Auch wenn der Römische Schauraum im Gemeindeamt geschlossen ist, kann er nun jederzeit besucht werden. Es wurde ein dreidimensionaler Raum geschaffen, in dem man sich virtuell bewegen und die ausgestellten Objekte in Augenschein nehmen kann.

Der Zutritt ist sowohl über unsere Homepage  www.cannabiaca.com (Römerrundgang/Römischer Schauraum) möglich, als auch mit Smartphone über den QR Code auf der Hinweistafel am Gemeindeamt.

Zu jedem Ausstellungsstück gibt es eine Beschreibung, für einige ausgewählte Objekte steht ein 3D-Scan zur näheren Betrachtung zur Verfügung. Auch die virtuellen Darstellungen des Burgus und des Fahnenheiligtums können hier direkt abgerufen werden.